SSG Metten und HC Deggendorf als entscheidene Faktoren im Duell zwischen Landshut und Freising – Damen beim Tabellenführer TV Altötting

LogoEine einzigartige Situation hat sich für den letzten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga Altbayern der Herren ergeben. Die SSG Metten und der HC Deggendorf werden am Samstag entscheidende Rollen beim Kampf um die Meisterschaft in der Liga und somit beim Landesliga-Aufstieg spielen. Nicht weniger Spannung herrscht bei den SSG-Damen. Sie können am letzten Spieltag mit viel Glück bei Tabellenführer TV Altötting Platz drei zu erobern.

Die SSG-Herren haben am Samstag um 16 Uhr in der Bezirkshauptstadt nicht nur den Ball, sondern hälftig auch das Wohl und Weh der Bayernliga-Reserve der TG Landshut in der Hand. Auf leisen Sohlen hatte sich die TG in der Rückrunde der Saison von Dauerplatz fünf direkt an die nahezu ständig führende HSG Freising-Neufahrn herangeschlichen. Jetzt stehen die Dreihelmenstädter punktgleich und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem 2. Platz hinter den Domstädtern und hoffen darauf, dass die HSG zur gleichen Zeit am Samstag beim HC Deggendorf patzt. Die Klosterer haben wie die Kreisstädter den großen Vorteil, dass es für sie außer kosmetischen Veränderungen im Tabellenbild um nichts mehr geht und sie frei aufspielen können.

Wozu eine frei aufspielende SSG fähig ist, mußte die TG in Bestbesetzung in der Vorrunde bei Mettens souveränem 32:25-Heimsieg erfahren. Am Samstag fährt die SSG in Bestbesetzung nach Landshut und hat den Auftrieb aus dem souverän herausgespielten Erfolg gegen die TuS Pfarrkirchen mit dabei. Hinzu kommt die Erkenntnis des Trainergespanns Manuel Schwab/ Sebastian Klima, wonach das Team volles Tempo bis zum Schlußpfiff gehen könne. Und auch „die torgefährliche Breite des Kaders,“ so Klima, „läßt gegen die TG viel Positives erwarten.“ Außerdem können die Klosterer damit rechnen, dass der Kontrahent ohne die übliche Verstärkung aus der 1. Mannschaft auskommen muss. Das Bayernliga-Team hat anschließend im Kampf gegen den Abstieg die Bundesliga-Reserve der DJK Rimpar zu Gast und braucht daher frisches Personal.

Verliert die TG und hat auch die HC Deggendorf in eigener Halle das Nachsehen, heißt der Meister HSG Freising-Neufahrn. Die Oberbayern scheinen jedoch seit der Niederlage kürzlich eben gegen jene TG Landshut moralisch nicht mehr auf der Höhe zu sein. HSG-Trainer Walter Schuhbauer: „Wir waren so lange oben und hatten es in der eigenen Hand, Meister zu werden.“ Gewinnen Deggendorf und Metten, geht der Titel nach Landshut, weil die TG im direkten Vergleich gegen die HSG gewonnen hatte.Gleiches gilt bei Unentschieden.Verlieren und gewinnen an diesem Tag die Teams aus dem Deggendorfer Land verteilt sich die Meisterehre entsprechend.

Nicht ganz soviel rechnen müssen die SSG-Damen an ihrem letzten Spieltag am kommenden Sonntag auswärts beim designierten Meister und Landesliga-Aufsteiger TV Altötting. Die Pilgerstädterinnen haben natürlich die absolute Favoritenrolle inne. Jedoch können Mettens Damen ebenso wie die Herren unbelastet in die Partie gehen.

Cheftrainer Klaus Töpl weiß, wozu sein Team fähig sein kann: „Wir haben in der zurückliegenden Saison so manch aussichtslose Situation gemeistert, weil die Mannschaft letztlich geschlossen und mit Kampfgeist aufgetreten ist. Warum soll das nicht auch gegen einen sicheren Aufsteiger gelingen ?“ Bleibt Metten siegreich und verliert gleichzeitig die noch drittplazierte HSG Schwabkirchen gegen den TSV Dachau 65, dann kann die Töpl-Truppe noch Liga-Rang drei erklimmen. Anpfiff in Altötting ist um 16.30 Uhr.