Strenges Anti-Corona-Konzept: SSG-Aktive nehmen Training wieder auf Vizepräsident Wolf: Eltern vorbildlich

thumb SSGMinisSpielszeneDer Handballsport im Klosterdorf kommt allmählich wieder in Schwung. Dank eines ausgeklügelte Anti-Corona-Hygienekonzepts, das SSG-Vizepräsident Herbert Wolf als Koordinator zusammengestellt hat, konnten 13 Mettener Teams das Training wieder aufnehmen.

Grundlage für Wolfs umfangreiches Regelwerk inklusive eines Reinigungs- und Desinfektionsplanes sind die Erlasse uind Bestimmungen der Staatsregierung, des Landkreises, der Gemeinde und des Bayerischen Handballverbandes. Bis in kleinste Details wie das Desinfizieren der Bälle, das Führen von Anwesenheitslisten und das Duschverbot reichen die Vorschriften, die jegliche Ansteckungsgefahr bannen sollen. „Wie kaum ein anderer Sport ist der Handball halt auf Körperkontakt geradezu angewiesen,“ gibt der Vizepräsident der SSG Metten zu bedenken. „Und genau das ist jetzt komplett ausgeschlossen.“ Die Folge dessen sei leider auch, dass Übungszeit für die Minis im Alter zwischen vier und sechs Jahren derzeit entfalle.

Alle anderen Mannschaften aber können jeweils einmal die Woche in der St. Benedikt-Sporthalle und auf dem Hartplatz der Mettener Mittelschule trainieren. „Wir sind Pater Markus Häring und Bürgermeister Andreas Moser für die Nutzung dieser Trainingsstätten sehr dankbar,“ betont Wolf. Anderen Vereinen gerade in den Städten sei dies gerade angesichts der Ferien eher nicht möglich, weil die Kommunen Umsetzungsprobleme mit dem kontaktbedingten Training hätten.

Herbert Wolf lobt insbesondere die vielen Jugendtrainer der SSG: „Wie diszipliniert und umsichtig sie gerade bei den Kindern vorgehen, das ist schon großartig.“ Auch die allermeisten Eltern würden sich vorbildlich verhalten. „Sie schenken der SSG ihr Vertrauen,“ hebt der Vizepräsident hervor. Die Eltern würden erkennen, dass das Tratining und das Miteinander für ihre Kinder extrem wichtig sei. „Wir vermitteln dem Nachwuchs damit auch eine Perspektive.“ Wolf, der selbst zusammen mit Elena Joachim die weibliche D-Jugend trainiert, muss den Elan der SSG-Talente zuweilen bremsen, da die Gruppen nicht zu groß werden dürfen. Die Mannschaften sollten eher unter sich bleiben.

Ob die SSG für ihren Talentschuppen in den Ferien ein Veranstaltungsprogramm bieten wird, steht derzeit angesichts des Pandemie-Verlaufs noch in den Sternen. „Aber wir sind ja schon sehr, sehr froh, dass wir unseren bewegungsgierigen Handballer*innen so gute Trainingsmöglichkeiten bieten können,“ zeigt sich der SSG-Cheforganisator zufrieden.

SSG Minis Spielszene

Müssen warten: Die Mettener Handball-Minis der SSG dürfen wegen Corona noch nicht loslegen, während die insgesamt 13 Mannschaften der Klosterer das Training wieder aufgernommen haben. Foto: SSG Metten