Kein Lohn für starken Auftritt
Mettens Handballer ohne Glück beim 23:26 (14:14) gegen Favorit TG Landshut II – Deutliche Verbesserung in Defensive und Angriff

LogoDa war der Druck dann doch zu groß: Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen zogen die Mettener Oberliga-Handballer im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TG Landshut II trotz eines starken Auftritts mit 23:26 (Halbzeit 14:14) knapp den Kürzeren. Deutlich mit 35:22 (19:11) fertigte die Herren-Reserve zuhause den TV Passau ab, während die Damen II bei den Dreiflüsse-Städterinnen eine knappe 28:29 (13:15) – Niederlage bezogen.

 

 

Vor einer großen, stimmungsgeladenen Kulisse in der St. Benedikt-Sporthalle spielten die Hausherren von Anfang an auf wie in besten Zeiten. Dass da eine abstiegsgefährdete Truppe den Ball fliegen ließ, war den Klosterern in keiner Phase der Partie anzumerken. Gegen die wurfstarken Angreifer aus der Bezirkshauptstadt stand eine solide Abwehr, die sich aufgrund der etwas kleinlichen Pfeifkunst des Schiedsrichter-Gespanns Günter Koch und Thomas Lemke vom VfR Garching (Landkreis München) viel zu sehr Zurückhaltung auferlegt hatte.

Dabei glänzte neben Keeper Stefan Kraus sein ebenso gut aufgelegter Torwart-Kumpan Maxi Bürger mit absoluten Top-Paraden und brachte reichlich Sand ins Getriebe der sonst so zielsicheren Landshuter Torfabrik. Die Mettener Offensive hingegen hatte erneut den verletzungsbedingten Ausfall von Karel Květoň, Patrick Sigl und Mane Schwab zu beklagen. Und auch der spielende Chefcoach Florian Flo Sedlmeier war angeschlagen. So konnten die beiden bewährten SSG-Trainer wenigstens von der Bank aus das Dirigentenamt übernehmen.

Mit der konstruktiven Defensivarbeit im Rücken hatte der vermeintlich geschwächte SSG-Angriff endlich wieder gute Möglichkeiten für überlegte Aktionen. Gleichzeitig machte sich auf den Rängen bei bester Stimmung die Zuversicht breit, dass sich an diesem frühen Samstagabend selbst gegen einen erklärten Favoriten das Blatt wenden könnte. Beim 14:14-Halbzeitstand kam viel Lob vom Gespann Schwab/ Sedlmeier mit dem Appell an die Offensiv-Abteilung, jetzt noch mehr Tempo vorzulegen und den Druck auf die Abwehrlücken der Landshuter zu erhöhen.

Und tatsächlich gerieten die favorisierten Dreihelmenstädter jetzt immer öfter ins Schleudern beim Versuch, sich wie gewohnt zügig abzusetzen. In der 50. Minute gelang dem jungen Tim Weinberger sogar der Mettener Führungstreffer zum 22:21. Dann aber schlichen sich bei den Hausherren trotz bester Angriffsaktionen wieder Schwächen im Abschluss ein.

In den letzten zehn Minuten setzte ein zähes Ringen um den Sieg ein, den die abgebrühteren Landshuter, die wie die SSG eine Reihe junger Spieler am Start hatten, letztlich mit 26:23 für sich verbuchen konnten. Nachwuchsspieler Lennox Joachim brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Am Ende macht Landshut die Tore und wir nicht !“ Dabei habe man doch wieder zu alter Stärke gefunden.

Das zufriedene Mettener Publikum sowie Mannschaft und Trainer waren sich letztlich einig: Was die Truppe an diesem Samstagabend geboten hatte, war beste Handballkost. Wichtig sei jetzt, den Kopf nicht hängen zu lassen und die positive Stimmung in jede Trainingstasche zu packen, so die einhellige Meinung. Bis zum 21. Februar geht der Handball in Bayern in seine traditionelle Faschingspause. An diesem Tag müssen die SSG-Herren dann zum überraschend starken Aufsteiger SG Moosburg reisen und das Punktekonto dringend im Auge behalten.

So spielte die SSG:
Tor: Stefan Kraus, Maxi Bürger.
Feld: Matoušik, Gäck, Pylipp, Simon Kraus, Muhr, Graf, Ludwig Hilz, Pirzer, Joachim, Sedlmeier, Weinberger.
Die Tore warfen: Jan Matoušik (7 Tore/ davon zwei verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Philipp Gäck (3), Tim Weinberger (3), Marvin Graf (3), Simon Kraus (3), Vincent Muhr (2), Ludwig Hilz (2).
Das nächste Spiel: Samstag, 21.Februar 2026, 19 Uhr, Auswärtsspiel gegen die SG Moosburg.

Spielbericht ...

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