Rückschlag im Kampf um den Liga-Erhalt
SSG-Oberligist unterliegt Tabellenschlusslicht TSV 1861 Mainburg – Mettens Bezirksliga-Damen mit klarem 29:17-Auswärtssieg über TSV Schleißheim II

LogoDas tut weh: Eine empfindliche 26:34 (Halbzeit 13:18)-Niederlage mussten die Oberliga-Handballer der SSG Metten im Abstiegskampf gegen Schlusslicht TSV 1861 Mainburg einstecken. Verlässlich auf Sieg gepolt sind dagegen die Bezirksliga-Damen, die den TSV Schleißheim II auswärts mit 29:17 (12:7) abkanzelten. Die Tabellenführung in der Bezirksklasse Ost musste die Herren-Reserve in Zwiesel an Verfolger HSG Bayerwald durch eine 26:39 (12:19)-Schlappe abgeben.

 

Noch vor Spielbeginn die Hiobsbotschaften: Routinier Mane Schwab verletzt, aber als Coach dabei und der junge Antreiber Philipp Gäck im Prüfungsstress und deshalb verhindert. Damit nicht genug: Kurz nach Beginn verletzte sich Leistungsträger Karel Květoň und musste vom Feld. In der Not zog nun Cheftrainer Florian Flo Sedlmeier das SSG-Trikot über und griff als Regisseur ins Spielgeschehen ein.

Dann ein erstes Warnsignal: Ausgerechnet Milan Sedivec jr., Sohn des ehemaligen SSG-Erfolgstrainers Milan Sedivec, legte nach Anpfiff gleich mal zwei Buden hintereinander vor. Zwar antworteten umgehend Mettens Emanuel Pirzer und zweimal Ludwig Hilz, doch es schien schon früh Sand ins Angriffsgetriebe der Gäste geraten zu sein. Nach einer Viertelstunde Spielzeit lagen die Hopfenstädter nämlich flugs mit 13:6 in Front. Selbst die bravourös haltenden SSG-Torleute Stefan Kraus und wieder einmal Keeper-Legende Hias Elgeti konnten nicht verhindern, dass der TSV mit einem 18:13-Vorsprung zum Pausentee eilen konnte.

Schwab’s und Sedlmeier‘s Ansprachen in der Kabine waren klar: Sich nicht weiter zurückdrängen lassen, sondern mit Übersicht dagegenhalten. Denn es war so sicher wie das Amen in der Kirche, dass der Tabellenletzte jetzt alles nach vorne werfen würde. So kam es in der zweiten Hälfte auch. Die SSG geriet gewaltig unter Druck und nach 38 Minuten mit acht Toren ins Hintertreffen. Als wäre das nicht genug, kassierten die Gäste auch noch kurz hintereinander zwei Zeitstrafen. Doch Metten hielt auch in Unterzahl unverdrossen dagegen. In der 45.Minute hatte man sich bis auf 22:26 herangekämpft.

Nach einer Auszeit erhöhte Mainburg den Druck und die Klosterer schienen den Faden zu verlieren. Noch einmal bäumten sich die Gäste auf. Jan Matoušik hatte einen 7-Meter-Strafwurf im Tor des TSV unhaltbar zum 26:30 versenkt. Die letzten drei Minuten gehörten jedoch den Mainburgern. Mit einem Viererpack machten sie den 34:26-Sieg perfekt und verkürzten die Distanz zum Tabellenvorletzten Metten auf zwei Zähler.

Für die SSG gilt jetzt nur noch das Prinzip Hoffnung. Am kommenden Samstag ist der starke Tabellenzweite TG Landshut II in der St. Benedikt-Sporthalle zu Gast. Sollte die Sedlmeier-Truppe die Partie gewinnen, würde Metten bis auf zwei Punkte an den TV Eggenfelden heranrücken und den Abstiegskeller um ein paar Stufen zurücklassen.

So spielte die SSG:
Tor: Hias Elgeti, Stefan Kraus.
Feld: Matoušik, Květoň, Pylipp, S.Kraus, Muhr, Ludwig Hilz, Leopold Hilz, Pirzer, Sedlmeier, Joachim, Primbs, Weinberger, Sigl.
Die Tore warfen: Jan Matoušik (8 Tore/ davon zwei verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Tim Weinberger (5), Emanuel Pirzer (1), Ludwig Hilz (4), Florian Sedlmeier (2/1), Patrik Sigl (6).
Das nächste Spiel: Samstag, 7.Februar 2026, 17 Uhr, Heimspiel gegen die TG Landshut II.

Spielbericht ...

 

Im ersten Moment könnte man meinen: Dieses Spiel muss eine arge Schlacht gewesen sein, denn insgesamt 17 gegebene 7-Meter-Strafwürfe, fünf Zeitstrafen und ebenso viele Gelbe Karten zeugen nicht gerade von einer friedlichen Partie. Doch nach Bekunden beider Teams verlief das Bezirksliga-Match der Damen zwischen dem TSV Schleißheim II und der SSG Metten auf beiden Seiten fair.

Zum Handball: Wieder einmal taten sich die Schützlinge von Cheftrainer Roberrt Kraus schwer, ins Spiel zu finden. Dadurch konnte sich Schleißheim gegen den Favoriten bis zur 5. Minute mit einem 2:2 auf gleichem Niveau halten. Doch dank erneut starker Leistungen der beiden Torfrauen Tanja Kraus und Antonia Holmer war das gesamte Spiel über weitgehend für Stabilität in der Defensive gesorgt.

Mit einem für die SSG-Damen eher sparsamen 12:7 ging es zum Pausentee. Für die Defensivleistung fand Coach Kraus, assistiert von Thyra Köck, weitgehend lobende Worte. Kritik musste sich die Offensivabteilung anhören. Die Torverwertung sei alles andere als gut, stellte der Übungsleiter fest – und seine jungen Damen hatten gut hingehört. Denn in Halbzeit zwei legten die Mettener Angreiferinnen ordentlich los und feuerten sich gegenseitig zum fröhlichen Scheibenschießen an.

Der Trainer sah eine starke erste und zweite Welle und in Folge ein regelrechtes Torfestival, das mit 29:17 durch Anna Hundshammer endete. Und er konnte sich darüber freuen, dass sich alle Feldspielerinnen in der Torschützenliste aufgeführt waren. Die Klosterinnen haben jetzt fast drei Wochen Spielpause, bevor es am 21. Februar in Altenerding bei der dortigen Spielvereinigung zum Showdown und zur Entscheidung in Sachen Wiederaufstieg kommt.

So spielte die SSG:
Tor: Tanja Kraus, Antonia Holmer.
Feld: Gäck, A. Blüml, L. Köck, Snebli, Krizanac, Erl, Behnke, Geßl, Stadler, Hundshammer.
Die Tore warfen: Paula Gäck (3 Tore), Antonia Blüml (3), Lana Köck (2), Leni Geßl (1), Emily Snebli (6), Elena Krizanac (4/ davon 1 verwandelter 7-Meter-Strafwurf), Franziska Stadler (2), Alexandra Behnke (2), Anna-Maria Erl (3), Anna Hundeshammer (3).
Das nächste Spiel: Samstag, 21.Februar 2026, 16.30 Uhr, Auswärtsspiel gegen die SpVgg Altenerding.

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