Traditionelle Kraftprobe mit den Handballern aus der Hopfenmetropole - Oberliga-Damen wollen in Schleißheim punkten
Über die Jahre hat sich das Niederbayern-Derby zwischen den Handballern der SSG Metten und den Konkurrenten vom TSV 1861 Mainburg zu einem sehenswerten, weil höchst spannenden Kräftemessen entwickelt - diesmal zu verfolgen am Samstag ab 17 Uhr in der St. Benedikt-Sporthalle. Mettens Oberliga-Damen sind ebenfalls samstags beim TSV Schleißheim gefordert. Sowohl beide Reserve- als auch insgesamt acht Jugendteams treten am Wochenende zur Punktejagd an.
Die Rivalen aus der Geburtsstadt des SSG-Gründers Pater Eberhard Lorenz waren vergangene Saison zusammen mit den Klosterern aus der Bezirksoberliga abgestiegen und haben wie die Mettener nur ein Ziel: den sofortigen Wiederaufstieg aus der Bezirksliga Ost. Zur Zeit aber sind die Hopfenstädter als Siebtplatzierte weiter entfernt als der Tabellenprimus SSG.
Mainburg hat ähnlich wie Metten eine Generationswende zu bewältigen.Der neue Übungsleiter Tobias Senger ist nach dem Weggang von Trainer Milan Sedivec – ehedem langjähriger Coach und Spieler der Mettener – momentan mit dem Integrieren von Talenten aus der A-Jugend beschäftigt. Dieser Umbau war durch den Abgang einer Reihe von Führungsspielern, darunter Milan Sedivec jr., fällig geworden. Ein Prozess, der beim Blick auf das aktuelle Tabellenbild den Klosterern unter der Dirigentschaft von Cheftrainer Florian „Flo“ Sedlmeier gegenwärtig besser gelingt.
Der Coach aber bleibt nüchtern: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieses Derby tatsächlich seinen eigenen Gesetzen folgt.“ Derzeit läuft vieles bei den Hausherren wie gewünscht: Das vom Trainer oft und oft gepredigte Tempo-Spiel klappt nahezu wie m Schnürchen. Auch das SSG-Bollwerk mit den erfahrenen Haudegen Karel Květoň und Patrik Sigl und dem starken Keeper-Duo Stefan Kraus und Sebastian Schreder kann blitzartig mit verschiedenen Deckungsvarianten aufwarten. Und das Wichtigste: Der Kader ist auch nach herausfordernden Partien wie zuletzt gegen den VfL Waldkraiburg wohlauf.
Zum letztjährigen Landesliga-Absteiger TSV Schleißheim in den nördlichen Landkreis München geht am Samstag die Reise der Mettener Handballfrauen. Nach der bitteren Heimniederlage gegen den HC Donau/ Paar ist das Team von Trainer Robert Kraus dennoch hochmotiviert, den heimstarken Oberbayerinnen ein Bein zu stellen. Metten rangiert in der Bezirksoberliga Altbayern gegenwärtig auf Rang acht und möchte mit den davor platzierten Schleißheimerinnen gerne den Platz tauschen.
„Wir versuchen, an die Leistung wie der vom letzten Auswärtssieg gegen den SC Freising anknüpfen,“ erklärt der Coach und räumt dabei ein, dass das frisch zusammengestellte Team schon noch Zeit zum Zusammenwachsen brauche. Gerade die jungen Spielerinnen aus dem A-Juniorinnenteam müssten sich an das etwas andere Klima in der Oberliga erst gewöhnen.
Der erfahrene Übungsleiter Kraus weiß zudem, dass Leistungseinbrüche wie beim Match gegen den HC Donau/ Paar gerade gegen so ligaerfahrene Teams wie Schleißheim dringend zu vermeiden sind. Entsprechend waren auch die letzten Trainingseinheiten aufgebaut gewesen. Möglicherweise kommen in Schleißheim die langzeitverletzte Goalgetterin Thyra Köck und die zuletzt verhinderte und ebenso torgefährliche Anna-Lena Geßl zum Einsatz.