SSG-Herren mit Kantersieg an die Tabellenspitze
Klosterer bezwingen HSG Bayerwald mit 41:22 – Damen mit erstem Saisonsieg gegen den SC Freising
Durch ein klares 41:22 (Halbzeit 18:10) auswärts über die HSG Bayerwald sind die SSG-nun Spitzenreiter in der Bezirksliga Ost. Erste Pluspunkte sicherten sich die Oberliga-Damen bei ihrem 36:28 (18:14)-Sieg in der Domstadt gegen den SC Freising. Zum Teil deutliche Siege feierten die Jugendteams der SSG am Wochenende. Ihr Heimspiel in der Regionalliga gegen den TSV Ismaning II verloren die B-Juniorinnen dagegen unglücklich mit 23:24.
Als erklärter Favorit startete Metten in die Partie gegen Aufsteiger Bayerwald mit einigen Offensiv-Patzern und gleich viermal Pfosten-Handball. So konnte die HSG anfangs noch gut mithalten. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich die SSG auf ihren jungen Torhüter Sebastian Schreder schon fast blind verlassen. Er in parierte in den ersten 20 Minuten gleich zwei Siebenmeter.
Mit zunehmender Spieldauer fand die SSG ihren Rhythmus im Angriff und setzte jetzt die zentrale Vorgabe von Cheftrainer Florian „Flo“ Sedlmeier um, die da lautete: Hochgeschwindigkeitshandball das gesamte Match über. Zudem verlegten sich die Gäste vermehrt auf Distanzwürfe, da die Bayerwaldler tief stehend sehr defensiv verteidigten. All das funktionierte zur Zufriedenheit des Mettener Übungsleiters bestens. So konnte auch der baumlange Rückraum-Kanonier Patrick Sigl mit dem Pausenpfiff das Leder zum 18:10-Zwischenstand für die Klosterer im HSG-Kasten versenken.
In der zweiten Hälfte machte die SSG weiter, wo sie aufgehört hatte: schnelles Umschalten und einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle. Dadurch gerieten die Hausherren zunehmend unter Druck. Zudem hatte Coach Sedlmeier die SSG-Defensive auf eine 5:1-Abwehr umgestellt, die schlagartig funktionierte gut und zusätzliche Ballgewinne ermöglichte. Und was dennoch durch den Defensiv-Riegel geflogen kam, wurde eine sichere Beute vom jungen Keeper Schreder, der in den letzten 15 Minuten Platz für Torwart-Kollege Stefan Krauz machte.
Metten spielte ohne Unterlass überlegen weiter. Konditionelle Aussetzer gab es nicht, da sich erneut die große Kaderbreite bemerkbar machte. Sedlmeier: Wir werden auch künftig versuchen, die Leistungsdichte hoch zu halten, um konstant hohes Tempo gehen zu können.“ Besonders erfreulich war im übrigen, dass sich jeder Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnte. In der Schlussphase ab der 45. Minute kamen die Hausherren nur noch zu vier Toren, während die SSG ihren Vorsprung bis zum Abpfiff auf 15 Treffer ausbaute. Am Ende konnte die die SSGler einen bravourösen 41:22-Auswärtssieg feiern. Fazit von Coach Sedlmeier: „Schön langsam wächst da eine echte Wunsch-Truppe heran.“
So spielte die SSG:
Tor: Stefan Kraus, Sebastian Schreder.
Feld: Květoň, Muhr, Gäck, Weinberger, Simon Kraus, Ludwig Hilz, Graf, Reiszky, Stoverock, Rümmelein, Hundshammer, Sigl.
Die Tore warfen: Karel Květoň (4/ davon zwei verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Philipp Gäck (2), Tim Weinberger (4), Matthias Stoverock (2), Simon Kraus (3), Vincent Muhr (4), Ludwig Hilz (1), Leonard Reiszky (8), Marvin Graf (3), Andreas Hundshammer (5), Tobias Rümmelein (1), Patrik Sigl (4).
Das nächste Spiel: Samstag, 17. Oktober, 17.00 Uhr, Heimspiel gegen den VfL Waldkraiburg.
Damen
Es war noch in der oberbayerischen Domstadt zu hören, die die Last an schwerem Granit von den Herzen der Mettener Oberliga-Damen fiel. Doch die Erfolgsgeschichte von Anfang an: Damen-Trainer Robert Kraus saß nach einer als fast schon als ewig empfundenen Pause wieder auf der Bank. Zudem galt der Schwur: Jetzt, wenn nicht an diesem Sonntag, müssen die ersten beiden Punkte her.
Und die Klosterinnen zögerten keinen Moment, ihr gesamtes handballerisches Vermögen auf die Platte zu bringen. Zunächst aber irritierte Freising durch den eher ungewohnten Einsatz von zwei Kreisläuferinnen die sonst eher sattelfeste Mettener Defensive. Doch Mettens Torhüterinnen waren die gesamte Spielzeit über zur Stelle und bewiesen auch in Ausnahmesituationen ihre Klasse, so zum Beispiel im 7-Meter-Töten.
Nach einem ersten Abtasten zogen die Klosterinnen die Zügel an und lagen nach knapp 18 Minuten durch die junge, munter auftrumpfende Amelie Pauls mit 11:6 erstmals deutlich in Führung. Zwar konnte die ebenfalls gut aufgelegte Lana Köck binnen zweier Minuten drei weitere Treffer beisteuern, doch Freising kam auf.
Die Ex-SSGlerin Bea Mazzucco war kam zu halten und brachte Freising mit einem Viererpack auf 13:16 heran. Obwohl Trainer Kraus Bea an die kurze Leine nehmen ließ und der Spielfluss der Domstädterinnen dadurch unterbrochen war, kam die Ex-Bundesligaspielerin trotzdem auf ihre acht Buden und markierte dabei auch den 14:18-Pausenstand.
Nach Wiederanpfiff machte Metten insbesondere über die linke Seite mächtig Druck, während die Defensive allmählich wieder zu alter Stärke fand. Ab der 46. Minute begannen sich die Klosterinnen nach dem Treffer von Anna Maria Erl zum 29:23 allmählich abzusetzen. Metten zog nun unwiderstehlich auf und davon. Lana Köck markierte zehn Sekunden vor Schluss den 36:28-Siegtreffer. Mit den ersten beiden Pluspunkten im Gepäck kehrten die SSG-Damen überglücklich nach Mtten zurcük. Ende der Erfolgsgeschichte.
So spielte die SSG:
Tor: Tanja Kraus, Antonia Holmer;
Feld: Gäck, A.Blüml, Pauls, Werse, Geßl, Köck, Behnke, Koller, Schmid, Hundshammer, Erl.
Die Tore warfen: Paula Gäck (5 Tore), Antonia Blüml (7), Amelie Pauls (5), Anna-Lena Geßl (3), Lana Köck (4), Paula Koller (1), Alexandra Behnke (5 / davon 2 verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Anna-Maria Erl (6).
Das nächste Spiel: Sonntag, 17. Oktober, 19.00 Uhr, Heimspiel gegen den HC Donau/ Paar.