Leidenschaftlicher Appell von Präse Adi Helmprecht an alle Fans im Kampf gegen den Abstieg – Entscheidendes Heimspiel gegen die TG Landshut II
Präsident Helmprecht hat die Anhänger der SSG Metten dringend gebeten, am kommenden Samstag in der St. Benedikt-Sporthalle auf dem Klostergelände das Oberliga-Team der Herren mit allen Kräften zu unterstützen. Gegner ist der starke Aufsteiger TG Landshut II. Mettens Bezirksliga-Damen dagegen haben aufgrund einer Spielpause von fast drei Wochen Zeit zur Vorbereitung auf das Entscheidungsspiel um den Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga (BOL).
Helmprecht hofft, dass „alle im Deggendorfer Land, die es gut meinen mit dem Mettener Team, die junge Mannschaft am Samstag ab 17 Uhr nach Kräften anfeuern.“ Neben Trommlern und Ratschenschwingern hat sich angeblich auch die Mettener „Kalliope“, die Blasmusikgruppe des St. Michaels-Gymnasiums, zur Unterstützung angesagt. „Es soll ein Hexenkessel aufkochen, den man bis nach Deggendorf hört,“ wünscht sich der Präse.
Die Situation der SSG-Herren: Man steht auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bezirksoberliga Altbayern und es droht der Abstieg. Das Team von Cheftrainer Florian Flo Sedelmeier hat laut Spielplan mit dem Samstagsmatch noch sechs Partien – letztes Spiel zuhause am 28. März – zu absolvieren. Darunter sind fast nur Spitzenteams.
Mit der Reserve des Regionalligisten TG Landshut kommt ein solch harter Brocken auf die Klosterer zugerollt. In einer insgesamt sehr schwachen Verfassung waren die Landshuter vor drei Jahren sang- und klanglos aus der BOL abgestiegen. Die niederbayerische Handball-Welt wunderte sich damals über den offensichtlichen Niedergang. Das zweite Team der Bezirkshauptstädter galt nämlich lange als das Reservoir für den damalige Bayernligisten und hatte eine Sprungbrettfunktion für die in der traditionell guten Landshuter Jugendarbeit herangezogenen Talente.
Und nun taucht die Turngemeinde-Reserve in der Oberliga als Aufsteiger aus der Bezirksliga West unter dem erfahrenen Coach Dino Elezovic auf wie der Phönix aus der Asche und belegt gegenwärtig Rang zwei in der Tabelle. In dem streckenweise engen Vorrunden-Spiel in Landshut konnte die SSG mit den runderneuerten TGlern durchaus mithalten und blieb bei der 25:31-Niederlage unter ihren Möglichkeiten.
Die niederbayerische Handball-Welt wundert sich natürlich auch über den sinkenden Mettener Stern. Der Hauptgrund sind schlicht und einfach kaum zu verkraftende Einschnitte im Kaderbereich: Regisseur Matthies Elgeti ist seit April letzten Jahres mit einer schweren Knieverletzung außer Gefecht, Rückraumkanonier David Huml fällt für unbestimmte Zeit wegen beruflicher Verpflichtungen aus, die Mettener Böhmen Jan Matoušik und Karel Květoň sind angeschlagen. Das Team, das Coach Sedlmeier übernommen hat, weist – der Vergleich sei erlaubt – Parallelen mit dem Neuaufbau der deutschen Handball-Nationalmannschaft auf. Talentierte junge Kräfte müssen integriert werden, die Spielweise in Strategie und Taktik angepasst werden und: Viel Geduld muss aufgebracht werden.
Wenn nun samstags spätestens ab 17 Uhr Pauken, Trompeten, Trommeln und Ratschen die ehrwürdige St. Benedikt-Sporthalle in den Grundfesten erschüttern, kann der erwünschte Ruck durch die Reihen der SSG-Akteure gehen und zum Erfolg führen. Wenn nicht, dann braucht die SSG-Familie einen langen Atem. Und damit kennt man sich im Klosterdorf aus.
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