Nicht vergessen!

PaterEberhard70BaelleDie Zeit rast dahin. Fast so schnell wie unser geliebter Handball-Sport, der schon wieder eine neue Punktspiel-Saison eingeläutet hat. Doch wir bremsen jetzt einmal ganz scharf und schauen in den Rückspiegel. Zurück in den Juli 1979: Da stehen im Klosterhof der Benediktinerabtei St. Michael Mönche und Leute aus dem Umland. Sie hören freudig angespannt dem Pater Eberhard Lorenz zu, wie er stolz und nicht weniger froh verkündet: „Jetzt ham ma an Verein !“ So in etwa muss der historische Moment der Ausrufung der SSG Metten passiert sein.

 

Warum ist unser traditioneller Willkommensgruß an unsere Gäste und die SSG-Familie diesmal mit diesem Hinweis auf unseren Handball-Pater verbunden? Weil halt die Zeit dahinrast und ein Mensch genauso schnell vergessen werden kann. Keine zwei Jahre ist es her, da hatte der Herrgott gesagt: „Eberhard, jetzt spielst aber bittschön bei uns heroben weiter !“ Weil zum benediktinischen Reglement zwingend der Gehorsam gehört, hat sich der gebürtige Mainburger und Sohn eines Hopfenbauern gefügt.

Angeblich hat sich der Petrus bereits geweigert, am Handball-Training unter der Leitung vom Eberhard teilzunehmen. Zu schweißtreibend, hieß es. Voll dabei ist jedoch der leider auch zu früh verstorbene Dingolfinger BMW-Chef Hans Glas, selbst ein Großer am Ball, der den Benediktiner einmal ehrfürchtig den „Handball-Missionar Niederbayerns“ genannt hat. Und man stelle sich vor: Zum himmlischen Team gehören neben anderen auch noch der Weinberger Walfried, die Dankesreiter Astrid und nicht zuletzt der Baumann Klaus.

Und man stelle sich weiter vor, wie unsere geflügelten HandballerInnen der immer größer und immer erfolgreicher werdenden SSG-Familie an diesem Wochenende applaudieren und für sie bei dem als eher knausrig bekannten Petrus um viele Pluspunkte bitten. Das alles kann aber nur passieren, wenn wir sie nicht vergessen.

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