Dramatik bis zur letzten Sekunde – weibliche B-Jugend unterliegt Ismaning knapp

Was für ein Krimi in unserem ersten Regionalliga-Heimspiel! Gegen den TSV Ismaning hatten sich unsere Mädels viel vorgenommen – und sie legten los, als wollten sie gleich ein Zeichen setzen. Mit tollen Kombinationen, viel Tempo und einer starken Passqualität erspielte sich unser Team nach dem 2:2 eine verdiente 6:2-Führung. Die Ismaninger Torhüterin verhinderte mit zwei starken Paraden einen noch größeren Vorsprung. So kamen die Gäste zurück ins Spiel und glichen in der 14. Minute zum 7:7 aus.

Unsere Mädels ließen sich davon nicht beirren und spielten weiterhin auf hohem Niveau. Doch im Abschluss fehlte zunächst das Quäntchen Glück: Gleich zweimal in Folge prallte der Ball vom Innenpfosten zurück ins Feld. Stattdessen ging Ismaning mit 8:7 in Führung. Bis zur Pause entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Beim Stand von 12:12 ging es in die Kabine – und auch hier war das Glück nicht auf unserer Seite: Ein Siebenmeter landete am Pfosten, sodass unsere Mannschaft die mögliche Führung nicht mitnehmen konnte.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start und zogen in der 30. Minute auf 16:13 davon. Ismaning behauptete den Vorsprung bis zur 40. Minute und führte mit 19:16. Doch als die Gäste einen Siebenmeter neben das Tor setzten, war das für unsere Mädels das Signal: Jetzt erst recht!

Mit einer Umstellung in der Abwehr fanden unsere Spielerinnen zurück in die Partie und brachten Ismaning zunehmend aus dem Konzept. Sie kämpften um jeden Ball, unterstützten sich gegenseitig und machten aus drei Toren Rückstand wieder ein Unentschieden. In der 44. Minute fiel das 20:20 – und die Halle stand Kopf. Die Spannung war kaum noch auszuhalten, während die zahlreichen Zuschauer unser Team lautstark nach vorne trieben.

Bei 48:38 Minuten stand es 23:23. Nach einem technischen Fehler der Gäste hatten unsere Mädels den Ball – die Chance auf den Sieg war da. Doch die letzten 80 Sekunden wurden zur Nervenprobe. 30 Sekunden vor Schluss wurde Zeitspiel angezeigt. Unsere Spielerinnen blieben cool, spielten die vier verbleibenden Pässe konzentriert aus und kamen zum Abschluss. Der Ball klatschte an die Latte. Ismaning schnappte sich den Abpraller, schaltete blitzschnell um und erzielte acht Sekunden vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer.

Die Enttäuschung nach diesem bitteren Ende war riesig – verständlich nach einem solchen Kampf und einer starken Mannschaftsleistung. Doch unsere Mädels können stolz auf sich sein: Sie haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben und gezeigt, was in ihnen steckt. Aus diesem hochklassigen und dramatischen Spiel nehmen wir viel mit.

Am kommenden Sonntag geht es zu Hause gegen München-Laim weiter. Dann wollen unsere Mädels den nächsten Schritt machen – und sich endlich mit dem ersten Sieg belohnen!