SSG-Mädels vergeben kurz vor Schluss den möglichen Auswärtssieg in der Regionalliga

Erkältungswelle, starke kämpferische Leistung und am Ende fehlten nur wenige Körner: Die SSG-Regionalliga-Mädels mussten sich beim HT München mit 24:26 geschlagen geben. Dabei war deutlich mehr drin.

Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel beim HT München waren zunächst bestens. Beim Abschlusstraining am Mittwoch waren noch alle Spielerinnen fit. Doch bis zum Wochenende hatte sich die Erkältungswelle in der Mannschaft ausgebreitet.

Besonders bitter: Abwehrchefin Hanna Lederer musste komplett passen. Auch Milla Rodler und Laura Groitl gingen angeschlagen in die Partie. Keine optimalen Voraussetzungen für das schwere Auswärtsspiel – dennoch zeigten die SSG-Mädels von Beginn an eine ordentliche Leistung.

Die Partie begann zunächst sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. In der 10. Minute konnte sich der HT München erstmals etwas absetzen und auf 8:6 stellen.

Doch die SSG antwortete eindrucksvoll: Mit einem 4:0-Lauf drehten die Gäste die Partie und gingen mit 10:8 in Führung. Diesen Vorsprung verteidigten die SSG-Mädels bis zur Halbzeit. Mit 13:11 ging es in die Kabinen.

Zweite Halbzeit wird zum Krimi

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie deutlich an Härte zu. Die Münchnerinnen führten das Spiel zunehmend körperbetonter, was sich auch in den zahlreichen Zeitstrafen widerspiegelte.

Die SSG hatte beim Stand von 13:15 sogar die Möglichkeit, in Überzahl den Vorsprung weiter auszubauen. Doch ausgerechnet in dieser Phase wurde der Ball leichtfertig vergeben. Die Gastgeberinnen überstanden die Unterzahl damit ohne größeren Schaden und fanden anschließend wieder zurück ins Spiel.

Beim 18:18 gelang München der Ausgleich. Die SSG legte noch einmal zum 18:19 vor, doch erneut folgte der Ausgleich. Beim 19:20 ging die SSG wieder in Führung – und bekam zusätzlich eine Zwei-Minuten-Strafe gegen eine Münchner Spielerin zugesprochen.

Es war die 38. Spielminute, und eigentlich die große Chance, sich in Überzahl wieder entscheidend abzusetzen. Doch genau jetzt machte sich bemerkbar, dass die angeschlagenen Spielerinnen kaum Möglichkeiten für eine Pause hatten. Aufgrund der personellen Situation war auch ein Wechsel im Mittelblock nur schwer möglich. Die Kräfte schwanden zunehmend.

In der 43. Minute ging der HT München schließlich mit 21:20 in Führung. Kurz darauf setzte sich Clara Metje am Kreis stark durch. Statt eines Siebenmeters wurde jedoch auf Vorteil entschieden. Im Gegenzug erhöhten die Gastgeberinnen auf 22:20.

Die SSG-Mädels kämpften weiter mit großem Einsatz und gaben sich keineswegs geschlagen. Doch der Zwei-Tore-Rückstand ließ sich trotz aller Bemühungen nicht mehr egalisieren. Am Ende mussten sich die SSG-Mädels mit 26:24 geschlagen geben.

Mehr war möglich

Am Ende fehlten der SSG schlichtweg die letzten Körner, um das Spiel noch siegreich zu gestalten. Es war definitiv mehr drin.

Besonders ärgerlich: Die SSG war insgesamt fünfmal in Überzahl, konnte daraus jedoch zu wenig Kapital schlagen. Gerade in diesen Situationen schaltete die Mannschaft teilweise einen Gang zurück, anstatt die numerische Überlegenheit konsequent auszunutzen.

Das muss schnell abgestellt werden. In Überzahl muss die Mannschaft künftig konsequenter auftreten und ihre Chancen besser nutzen.

Trotz der Niederlage war es insgesamt eine ordentliche Leistung der SSG-Mädels. Angesichts der personellen und gesundheitlichen Voraussetzungen zeigte die Mannschaft großen Kampfgeist und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Mit etwas mehr Konsequenz in den entscheidenden Situationen wäre beim HT München durchaus ein Auswärtssieg möglich gewesen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits am kommenden Samstag geht es wieder nach München. Dann wartet mit dem SV München Laim die nächste Auswärtsaufgabe auf die SSG-Mädels.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.