Saison-Finale bei Mettens Handballern: Ende mit Glanz, Gloria und etwas Trauer
Herren 1 als künftige Bezirksligisten dominieren SC Eching – Damen als Aufsteigerinnen mit Sieg Nummer 16 gegen HSG Schwabkirchen

LogoEs ist mehr als ein versöhnliches Ende einer schwierigen Handball-Saison geworden. Sowohl die 1. Herren als auch die 1. Damen der Mettener HandballerInnen haben die Spielzeit 2025/2026 vor einer zahlreichen und sichtlich bewegten Anhängerschaft glanzvoll mit Siegen beendet: Die Herren mit 35:43 (Halbzeit 18:19) gegen den SC Eching und die Damen mit 34:28 (20:11) gegen die HSG Schwabkirchen. Leider war der letzte Spieltag auch Anlass, Abschied von einigen langjährigen, verdienten und beliebten Spielern zu nehmen.

 

Eigentlich waren schon vor dem diesjährigen Saisonfinale in Metten bereits alle Entscheidungen gefallen. Die Damen standen als Aufsteigerinnen in die Bezirksoberliga (BOL) fest, die Herren als Absteiger in die Bezirksliga. Doch die vielen Fans wollten noch einmal ein Handballfest sehen – und sowohl Heimteams als auch die Gegner ließen sich das nicht zweimal sagen. Die Herren lieferten sich zur Freude des Publikums mit den Gästen vom SC Eching aus dem nördlichen Münchner Speckgürtel von Anfang an bei vollem Einsatz einen offenen Schlagabtausch.

Metten spielte gleich zu Beginn munter auf und hatte serienweise gute Szenen im Angriffsspiel. Was in vielen zurückliegenden Partien vermisst wurde, nun wurde es regelrecht zelebriert: Alle Positionen wurden miteinbezogen, insbesondere über die Flügel und das Kreisanspiel klappte das Anspiel vorzüglich. Und die Anhängerschaft rieb sich weiterhin die Augen, denn das hatte man im Saisonverlauf nicht so oft gesehen: Die Klosterer waren schnell wie die Mettener Feuerwehr unterwegs und kamen über Durchbrüche aus der zweiten Welle zum direktem Torerfolg oder nur durch Foul zu stoppen.

Auch die Mettener Defensive zeigte sich von ihrer allerbesten Seite, unterband die rasant vorgetragenen Echinger Angriffe auf weitgehend faire Weise. Lediglich drei 2-Minuten-Strafen wurden gegen SSG-Abwehrrecken verhängt. Was dennoch durch Lücken den Weg zum Tor der Hausherren fand, war dann dank einer Serie von starken Paraden eine Beute von Mettens Keeper Maxi Bürger. So wogte das muntere Match hin und her und stand zur Pause knapp bei 19:18 für die Gäste.

Und die Partie blieb auch nach Wiederanpfiff sehr lebendig. Die Echinger, die nach ihrem Abstieg aus der Landesliga Nord die BOL nunmehr im sicheren Mittelfeld halten können, legten vor und die Klosterer glichen aus. In diesem Rhythmus pendelte das Spiel zur Freude der Zuschauer bis zur 47.Minute hin und her. Dann aber zog Metten das Tempo nochmals kräftig an und markierte durch den großartig auftrumpfenden Karel Květoň knapp sieben Minuten später das 34:30.

Jetzt begann Eching sich gegen eine drohende hohe Niederlage zu stemmen, ehe wiederum Mettens Kveton per Strafwurf zum 35:33 einnetzte. Mit dem letzten Treffer zum 34:35 kurz vor Schluss konnten die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Im anschließenden Leberkäs-Essen bedankte sich die Mannschaft bei ihren treuen Fans, die trotz mancher Enttäuschungen treu zu dem Team von Cheftrainer Florian Flo Sedlmeier standen. Aus der Mannschaft war zu hören, dass man sich über diesen versöhnlichen Saisonausklang gefreut habe und nun in guter Stimmung der nächsten Saison mit spannenden Derbys gegen den HC Deggendorf und die HSG Bayerwald aus Zwiesel/Regen entgegensehe.

So spielte die SSG:
Tor: Stefan Kraus, Maxi Bürger.
Feld: Květoň  Matoušik, Gäck, Simon Kraus, Muhr, Graf, Ludwig Hilz, Pirzer, Joachim, Pylipp, Primbs, Schwab, Sigl. 3)
Die Tore warfen: Karel Květoň (10 Tore/ davon vier verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Jan Matoušik (3/3), Philipp Gäck (7), Vincent Muhr (1), Ludwig Hilz (4), Marvin Graf (2), Emanuel Pirzer (2), Simon Kraus (2), Manuel Schwab (2), Julian Pylipp (1), Patrick Sigl (1).

Ebenfalls einen gelungenen Saisonabschluss konnten die SSG-Damen ihrer Fangemeinde durch den klaren 34:28 (20:11)- Erfolg über den Ligadritten und Mitaufsteiger HSG Schwabkirchen aus dem Landkreis Dachau präsentieren. Nahezu in Bestaufstellung (die langzeitverletzte Thyra Köck assistierte Trainer Robert Kraus) machten die Klosterinnen klar, dass auch künftig in der Bezirksoberliga mit ihnen zu rechnen ist.

Bereits mit dem Anpfiff wurde deutlich, warum Mettens Damen einen Turbo-Aufstieg aus der Bezirksliga absolvieren konnten. So zeigten die Gastgeberinnen das gesamte Spiel über eine kämpferische Teamleistung bei Hochgeschwindigkeits-Handball und regelmäßiger und insbesondere erfolgreicher „schneller Mitte“

Für die höheren Weihen in der BOL gerüstet zeigte sich einmal mehr die gute Abwehrarbeit, gesichert durch eine erneut starke Leistung von Torfrau Tanja Kraus. Aus dieser kompakten Defensive heraus erzielte die SSG eine Serie von Ballgewinnen, die durch schnelles Umschaltspiel zu bejubelten Toren im Schwabkirchner Kasten führten.

Doch die Oberbayerinnen wollten sich noch nicht geschlagen geben. Die HSG Gegner blieb dran und verkürzten Mitte der 2. Halbzeit schon mal auf 20:27, nachdem man kurz davor bereits mit zehn Treffern zurückgelegen war. Diesen zeitweiligen Leerlauf stoppte Metten mit wieder zurückgewonnener Stabilität im Spiel und sicherte sich bei Abpfiff mit 34:28 den 16. Sieg in dieser nunmehr zurückliegenden Bezirksliga-Saison. Nach Spielende ließen die Spielerinnen Trainer, Fans und Unterstützer dankbar hochleben, ehe es zur ausgiebigen Feier ins SSG-Vereinsheim ging.

Das Erfolgstruppe von Trainer Kraus wird lauf Planung in der Bezirksoberliga unverändert auflaufen. Übungsleiter und Team hoffen, dass Leistungsträgerin Thyra Köck bis zum Saisonstart im Herbst 2026 ihre Verletzung auskuriert hat. Zudem stoßen möglicherweise aus dem erfolgreich geführten Jugendbereich Nachwuchskräfte zur weiteren Verstärkung hinzu.

So spielte die SSG:
Tor: Tanja Kraus, Antonia Holmer.
Feld: Hundshammer, Gäck, A. Blüml, Snebli, Krizanac, Geßl, Erl, L.Köck, Heuer, Behnke, Schreiner, Stadler.
Die Tore warfen: Paula Gäck (3 Tore), Antonia Blüml (1), Emely Snebli (6), Anna Maria Erl (4/ davon 1 verwandelter 7 Meter-Strafwurf),Anna Hundshammer (1), Lana Köck (3), Leni Geßl (1), Elena Krizanac (9), Alexandra Behnke (5), Franziska Stadler (1).

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