St. Benedikt-Sporthalle wird zu Handball-Strafanstalt


LogoBei 30:27-Sieg der Herren über den ASV Dachau, 19:19-Remis der Damen gegen die HSG Schwabkirchen und 25:25-Unentschieden der Herren II gegen Straubing in Massen 7-Meter, Gelb, Rot und Zeitstrafen
Das wird ein einsamer Rekord werden: 33 Siebenmeter, 38 Zwei-Minuten-Zeitstrafen, 21 Gelbe Karten und fünf Rote Karten verhängten die Schiedsrichter am vergangenen Samstag bei drei Handball-Punktspielen in Metten. Andere Resultate gab es auch noch: Das 1. Herrenteam der SSG gewann gegen den ASV Dachau mit 30:27, Mettens Oberliga-Damen und die HSG Schwabkirchen trennten sich unentschieden 19:19 und auch die Herren-Reserve kamen gegen die HSG Straubing 2008 nicht über ein 25:25-Remis hinaus.

Noch vor dem Anpfiff ein Ausrufezeichen für die gelungene Nachwuchsarbeit der SSG Metten: Erstmals nahm der blutjunge Vincent Muhr aus Bernried auf der Spielerbank der Klosterer Platz.
Der Plan der Mettener Oberliga-Herren, den vierten Sieg in Serie zu landen, ging in der ersten Hälfte überhaupt nicht auf. Die Angriffsreihe von Landesliga-Absteiger Dachau spazierte nach Belieben durch die sonst so massiv stehende SSG-Abwehr und erzielte vom Kreis und über die Außenpositionen leichte Tore. Die Defensive der Oberbayern wiederum nahm in dieser Phase Mettens Torjäger Jan Matoušik per Manndeckung erfolgreich aus dem Spiel. Gleichzeitig leisteten sich die Klosterer zum Entsetzen des mitleidenden Anhangs massenhaft technische Fehler.

Als mit zunehmender Hektik ab der 17. Minute das Strafgericht der beiden Schiedsrichter Stefan Enneking und Walter Schollerer von der SG Moosburg sich wie ein Donnerwetter mit Hagelschauern aus Gelben Karten und Zeitstrafen über den Akteuren entlud, verloren die Hausherren gänzlich den Faden. Wenigstens konnte Abwehrchef Jonas Jirsa kurz vor dem Halbzeitpfiff noch auch 11:14 verkürzen. Bei seiner Gardinenpredigt zum Pausentee appellierte Chefansager Mane Schwab an die Seinen, schnellstens das Dachauer Kreisanspiel zu unterbinden und sich auf vorhandene technische Fähigkeiten zu besinnen. Die Schwab-Truppe tat, wie ihnen befohlen und fand zu ihrem Spiel.

Dann aber mußte Defensiv-Recke Jirsa nach seiner dritten Zeistrafe mit Rot zum vorzeitigen Duschen, wurde aber durch den talentierten Jungspund Patrick Sigl mustergültig ersetzt. Jetzt rollten auch Mettens Angriffswellen wie nach dem Lehrbuch und die Mehrfachbesetzung auf der SSG-Scharfschützenposition machte sich bezahlt. So kam es auch zum erneuten Gala-Auftrit von David Huml, der fünf seiner zehn Treffer in der zweiten Hälfte versenkte. Der gelungenen Co-Produktion von Jan Matoušik, Daniel Beyerstorfer, Matthies Elgeti, Jakub Režábek und eben Huml in Form von insgesamt zwanzig Buden hatte Dachau bis auf Ergebniskosmetik nichts mehr entgegenzusetzen. Beim 30:27 machte die SSG und Matthies Elgeti mit der letzten von insgesamt zwölf 2-Minuten-Zeistrafen den Sack zu.
 
 Zum Spiel der SSG:

Der Kader: (Tor)Foltyn, Zauner; (Feld) Sigl, Matoušik, Režábek, Huml, Zisler, Klima, Beyerstorfer, Sedlmeier, Muhr, Jirsa, Lehner und Elgeti.

Torschützen für Metten: Jan Matoušik (6Tore/ davon 2 verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), David Huml 10), Jakub Režábek (5), Michael Zisler (2), Matthies Elgeti (4), Daniel Bayerstorfer (1), Jonas Jirsa (1), Sebastian Klima (1).

Nächstes Spiel: Samstag, 08.Februar 2020, 18 Uhr, Auswärtspiel gegen den TV Altötting.

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