SSG Metten bezwingt die SpVgg Altenerding mit 26:22 (13:12)

Trotz der Strapazen vom Vortag musste die SSG erneut ran. Diesmal gegen den Spitzenreiter und vorzeitigen Meister aus Altenerding. Vor der Begegnung wurde der langjährige Leader der SSG, Zbynek Karasek, tränenreich verabschiedet, was allen direkt Beteiligten sehr schwer fiel. Doch sich gebührend vom zahlreichen Anhang zu verabschieden und dem Meister noch ein Bein stellen zu können, war Motivation genug, um nochmals alle Reserven zu mobilisieren.

Zunächst deuteten die Bieber in Offensive und Defensive an, warum sie sich zurecht die Meisterschaft holten. Spielerisch versiert erzielten sie das 0:1 und hielten zunächst, dank ihres Abwehrriegels, den eigenen Kasten sauber, dies aber mit einer extremen Härte. Die SSG ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schraubte das eigene Maß an Aggressivität ebenfalls hoch, was die überforderten Schiedsrichter nicht zu regulieren verstanden. So entwickelte sich eine Auseinandersetzung, die auf beiden Seiten, vor allem im ersten Durchgang, mit einer Härte geführt wurde, die von keinem der Beteiligten gewünscht werden kann. Zumindest hielten sich die Spieler in der zweiten Halbzeit mehr zurück, sodass außer kleineren Blessuren keine schlimmere Verletzung zu beklagen war. Damit auch genug zum Thema Schiedsrichter.

 

Nach besagten 0:1 legten die Gäste in der vierten Minute gleich noch das 1:3 nach, blieben in der Folge aber immer wieder an der sattelfesten Abwehr um Abwehrchef Gregory Noga hängen. Zudem konnte Metten die Deckungsreihe der SpVgg mehrfach aushebeln. So schaffte man nicht nur den Ausgleich, sondern ging in der 16. Minute durch den Treffer von Siegfried Klein erstmals mit 6:5 in Führung. Besonders Michi Zisler bewies Durchsetzungsvermögen und ging im wahrsten Sinne des Wortes dorthin, wo es weh tut. Zwar konnten die Gäste nochmals zum 10:10 und 11:11 ausgleichen, ansonsten behauptete die SSG bis zur Pause einen 13:12 Vorsprung.

Nach dem Wechsel erhöhte die SSG bereits in der 33. Minute durch die beiden Treffer durch den starken David Huml und einem eiskalt verwandelten Strafwurf durch Flocky Sedlmeier auf 15:12, was auch den ohnehin frenetischen Anhang noch weiter anheizte. Der Stimmungspegel in der gut gefüllten Klosterhalle steigerte sich in fast vergessene Dimensionen, was die Spieler der SSG weiter zu beflügeln schien auch das Letzte aus sich herauszuholen. Trotzdem kamen die Gäste in der 41. Minute wieder bedrohlich auf 17:16 heran. Erneut Huml per Doppelpack und Sedlmeier von der Linie stellten erneut die drei-Tore-Führung her, die der überaus druckvolle „flying“ Beyersdorfer aus dem Rückraum noch zum 21:17 aufpolierte. Wieder reagierten die Bieber, verkürzten auf 23:21 und hatten per Strafwurf die Möglichkeit zum Anschluss, doch Youngster Paul Zauner ließ sich von dem Heber nicht überlisten und setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen. In den verbleibenden zehn Spielminuten steigerte sich zudem Petr Foltyn, der mit etlichen Paraden ein weiteres Aufholen des Meisters verhinderte. Die nun offensive Deckung der Gäste konnte vor allem Manuel Schwab und Flocky Sedlmeier merfach umspielen, sodass man diesen Überraschungserfolg landen konnte. Den Schlusspunkt zu diesem sicher verdienten Heimsieg setzte David Huml mit dem 26:22.

Mit dieser eindrucksvollen Vorstellung konnte man den vierten Tabellenplatz festigen und zudem ein positives Punktekonto sichern, was bei der Verletzungsmisere der SSG wohl kaum einer für möglich gehalten hatte.

Den Abschluss der Saison bestreitet man beim TUS Parrkirchen, wobei man zusätzlich urlaubsbedingt auf Flo Sedlmeier verzichten muss. Darüber hinaus hofft man, dass Michi Zisler nach seiner Verletzung auflaufen kann.

Es spielten: Zauner, Foltyn, Klein (2), Huml (5), Würdinger, Zisler (3), Schut (1), Beyersdorfer (6), Friedrich (1), Sedlmeier (5/4), Noga und Schwab (3)